"Töne | Farben | Geschichten"

Am 29. Febraur 2020 debüttierte Faktor:Musik mit seinem Programm „Bilder einer Ausstellung“ in Zürich. Inspiriert vom gleichnamigen Klavierzyklus von Modest Mussorgsky brachten die Künstler Benjamin Engeli (Klavier) und Simone Monney (Malerei) gemeinsam ein ganz besonderes Konzept auf die Bühne. In dem Zyklus beschreibt Mussorgsky musikalisch, wie er durch eine Gedenkausstellung für seinen verstorbenen Freund Viktor Hartmann läuft. Wir haben diese Idee umgekehrt und lassen Simone Monneys Bilder von der Musik inspirieren.

Um den Mussorgsky Zyklus etwas zu untermalen haben wir das Programm um zwei weitere, visuell ansprechende, Stücke mit einbezogen. Beethovens Mondscheinsonate eröffnete das Konzert. Weiter ging es mit auszügen aus Ravels Miroirs und zuletzt unser Titelstück.

Unser erstes Konzert endete mit einem Apéro für alle Gäste und wir freuen uns bereits auf das Festival im Sommer!

Benjamin Engeli zählt zu den vielseitigsten Pianisten seiner Generation. Er musiziert in Konzertsälen wie dem Concertgebouw Amsterdam, der Wigmore Hall London, der Sala São Paulo, dem Oriental Arts Center Shanghai oder dem Wiener Musikverein. Als Solist konzertiert er mit Orchestern wie dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Tschaikowsky-Sinfonieorchester Moskau oder dem Tonhalle-Orchester Zürich.

Zahlreiche CD-Produktionen mit Werken von Joseph Haydn über George Gershwin bis zur neuesten Musik dokumentieren seine grosse stilistische Bandbreite. Neben seiner solistischen Tätigkeit widmet sich Benjamin Engeli mit Begeisterung der Kammermusik: Als Mitglied des Tecchler Trios gewann er 2007 den ARD-Musikwettbewerb in München, inzwischen ist er ein weltweit gefragter musikalischer Partner seiner Berufskollegen.

Durch sein Engagement im Gershwin Piano Quartet bewegt er sich gern zwischen stilistischen Grenzen und blickt auch als Arrangeur häufig über den Tellerrand der Klassik. Mit vielen CD-Produktionen, Uraufführungen und Kompositionsaufträgen setzt er sich darüber hinaussehr für das zeitgenössische Musikschaffen der Schweiz ein.Als Pädagoge war er acht Jahre Dozent für Kammermusik an der Hochschule für Musik in Basel, und seit 2013 leitet er eine Klavierklasse am Vorarlberger Landeskonservatorium in Feldkirch.

Simone Monney feiert ihre Freiheit als autodidaktische Künstlerin in einer Inszenierung mit lyrischer und heiterer Note.

Aus meditativer Stille heraus bereitet die Künstlerin ihre Bilder wie eine musikalische Komposition vor. Klare Farbtupfer und unvorhersehbare Licht-Linien bringen eine feinfühlige Innerlichkeit gepaart mit echter Vitalität zum Ausdruck. Die Töne rufen sich ihre Antwort zu, verbinden sich, mischen sich und trennen sich wieder. Die so entstandene Harmonie weckt die Lust auf eine Weiterreise, ein imaginäres Wandeln über das kantige Viereck der Leinwand hinaus. Und da fliegen plötzlich Schwärme von Schmetterlingen und ein Wirbelwind von Formen und Farben ergiesst sich in einen frischen Strauss: Klein Blau, Karminrot und London Gelb lassen die Leinwand in tausend Facetten aufleuchten und verleihen ihr den Anschein eines Kaleidoskops. Im Überblick entsteht ein Gesamtbild in dem Alles seinen Platz hat und an dem sich das Auge einfach nur satt sehen und erfreuen mag.

Diese Sicht, die den Blick verzaubert, die Ode ans Leben, die Freude am Schweben, hat Simone Monney über die Schweizer Grenzen hinaus bekannt gemacht und zu erfolgreichen Ausstellungen in mehreren Ländern geführt. Ihre Werke haben ganz offensichtlich einen universellen Charakter, der sich auszeichnet durch Wärme und Humanität.

Modest Mussorgski: Bilder einer Ausstellung

Ludwig van Beethoven: Sonate Nr. 14, op. 27 Nr.2 (Mondscheinsonate)

Maurice Ravel: Miroirs (1., 2., 3. & 5. Satz)

Datum: 29. Februar 2020, 19 Uhr | Türöffnung 18:30 Uhr

Ort: Wasserkirche Zürich